❤️ Bodhi und das Bambus-Labyrinth ( Kapitel 1 )
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Der Anfang starker Wurzeln
Der Morgen im Zenmist-Dschungel begann ruhig.
Sanfter Nebel zog zwischen den hohen Bambusstangen hindurch, während die erste goldene Sonne langsam den Waldboden berührte.
Tautropfen glitzerten im Gras.
Vögel sang ihre ersten Morgenlieder.
Der Dschungel erwachte.
Bodhi, der Panda, streckte seine Pfoten und blickte sich in dem großen Bambuswald um, in dem er so gerne spazieren ging.
Wenn der Wind durch den hohen grünen Bambus fuhr, machten die Stangen sanfte klickende Geräusche.
Tok... tok... tok...
Fast als würde der Dschungel Geheimnisse flüstern.
Bodhi lächelte.
Er liebte dieses Geräusch.
Heute entschied er sich, ein bisschen weiter zu gehen als sonst.
Nur um zu sehen, was der Dschungel sonst noch verbarg.
So betrat er einen schmalen Pfad zwischen dem Bambus.
Langsam ging er tiefer in den Wald hinein.
Der Bambus wuchs höher.
Dichter.
Enger zusammen.
Der Pfad schlängelte sich zwischen den grünen Stangen hindurch.
Bodhi blickte hoch.
Der Bambus war so hoch, dass er fast den Himmel verbarg.
"Wow...", flüsterte er.
Es fühlte sich an, als würde er durch einen grünen Tunnel gehen.

Bodhi ging weiter.
Ein bisschen weiter.
Und noch ein bisschen weiter.
Doch nach einer Weile geschah etwas Merkwürdiges.
Der Pfad sah anders aus.
Er drehte sich um.
Der Weg hinter ihm sah genau so aus wie der Weg vor ihm.
Bodhi blickte nach links.
Er blickte nach rechts.
Überall, wo er hinblickte, war Bambus.
Hohe grüne Wände.
Sein Bauch fing an, sich ein wenig komisch anzufühlen.
"Hmm..."
Er drehte sich wieder um.
Aber jeder Pfad sah gleich aus.
Dann sagte er leise:
"Ich glaube... ich habe mich ein wenig verirrt."
Der Wind raschelte sanft durch die Blätter.
Der Bambus klickte sanft aneinander.
Der Wald fühlte sich plötzlich viel größer an.
Und viel ruhiger.

Bodhi fing an, schneller zu gehen.
Vielleicht konnte er den Pfad wieder finden.
Er bog links ab.
Dann rechts.
Dann wieder links.
Aber jeder Pfad führte zu mehr Bambus.
Mehr hohe grüne Stangen.
Es fühlte sich wirklich wie ein Labyrinth an.
„Ein Bambus-Labyrinth…“, murmelte Bodhi.
Sein Herz begann, ein wenig schneller zu schlagen.
„Was, wenn ich nicht zurückfinde?"
Gerade als er einen Schritt nach vorne machte, verfing sich seine Pfote an einer dicken Wurzel, die aus dem Boden ragte.
"Hoppla!"
Bodhi sprang zur Seite und stemmte seine Pfoten fest auf den Boden, um nicht hinzufallen.
Er stand einen Moment still.
Seine Pfoten fest auf der Erde.
Und dann geschah etwas Unglaubliches.
Die Bambusblätter über ihm begannen zu glühen.
Bodhi blickte hoch.
Die Blätter waren nicht mehr grün.
Sie wurden rot.
Warmrot.
Tiefrot.
Kleine rote Blumen erschienen entlang des Pfades.
Sogar der Nebel zwischen den Bambusstangen schimmerte in einem purpurroten Glühen.
Bodhis Augen wurden groß.
„Was passiert mit dem Dschungel?"
Er machte einen vorsichtigen Schritt zurück.
Und plötzlich verschwand die rote Farbe.
Der Bambus wurde wieder grün.
Bodhi blinzelte.
Er trat vor.
Und der Dschungel wurde wieder rot.
Noch ein Schritt.
Rot.
Ein Schritt zur Seite.
Grün.
Rot.
Grün.
Bodhi fing an, auf dem Pfad herumzutreten.
Und jedes Mal, wenn er seine Pfoten fest auf den Boden stemmte…
...glühte der Bambuswald warmrot um ihn herum.

Langsam begann Bodhi, etwas zu bemerken.
Immer wenn er nervös herumlief…
...verschwand das rote Glühen.
Aber immer wenn er stillstand…
...fest und stark…
...wurde der Dschungel wieder rot.
Bodhi atmete langsam ein.
Er stellte seine Pfoten fest auf den Boden.
Die Bambusblätter glühten wieder rot.
Das rote Licht fühlte sich warm an.
Sicher.
Stetig.
Fast so, als würde der Dschungel ihm etwas sagen.
Bleib stark.
Wie die Wurzeln des Bambus.
Bodhi lächelte.
Vielleicht war es doch nicht so beängstigend, sich zu verirren.
Und gerade dann hörte er etwas Neues.
Plop.
Bodhi neigte den Kopf.
Plop... plop.
Wasser.
Seine Ohren richteten sich auf.
Er folgte vorsichtig dem Geräusch durch den Bambus.
Der Wald begann sich langsam zu öffnen.
Der Bambus wurde dünner.
Die Luft roch frisch und kühl.
Und plötzlich endete der Bambuswald.
Vor ihm floss ein kleiner Fluss sanft durch den Dschungel.
Blumen wuchsen am Flussufer.
Schmetterlinge schwebten über dem Wasser.
Bodhi sah zum Fluss.
Er wusste immer noch nicht, wo er war.
Und er wusste immer noch nicht den Weg nach Hause.
Aber jetzt hatte er etwas Neues entdeckt.
Einen Fluss.
Bodhi beobachtete, wie das Wasser tiefer in den Dschungel floss.
„Vielleicht kann ich dem Fluss folgen“, sagte er leise.
Er blickte noch einmal auf das Bambus-Labyrinth zurück.
Dann wieder zum Fluss.
Bodhi atmete tief ein.
Und begann, langsam am Flussufer entlangzugehen…
...tiefer in den Zenmist-Dschungel hinein.
❤️ Was Rot bedeutet
Im Zenmist-Dschungel steht die Farbe Rot für starke Wurzeln.
So wie Bambus tiefe Wurzeln hat, die ihn fest in der Erde halten, können auch wir uns stark und stabil fühlen, wenn wir ruhig und geerdet bleiben.
Rot erinnert uns daran, dass wir stark bleiben können…
...auch wenn sich die Dinge ein wenig beängstigend oder verwirrend anfühlen.
Als Bodhi seine Pfoten fest auf den Boden stemmte, spürte er seine starken Wurzeln.
Und der Dschungel zeigte ihm diese Stärke, indem er rot glühte.
🐼 Probiere das
Möchtest du deine starken Wurzeln wie Bodhi spüren?
Steh aufrecht da.
Spüre deine Füße fest auf dem Boden.
Atme langsam ein.
Stell dir jetzt ein warmes, rotes Licht vor, das in deinem Bauch glüht.
Das sind deine starken Wurzeln.