🤍 Bodhi und der geheime Wasserfall ( Kapitel 7 )

Das Abenteuer des inneren Friedens

Bodhi und Kiko gingen vorsichtig durch den engen Tunnel in der Höhle.

Das Geräusch des rauschenden Wassers wurde mit jedem Schritt lauter.

Rauschen Rauschen

Kühler Nebel zog durch den Tunnel.

Das Licht wurde langsam heller.

Und dann

traten sie aus der Höhle.

Vor ihnen lag ein verstecktes Tal tief im Zenmist-Dschungel.

Ein prächtiger Wasserfall stürzte von hohen Klippen in ein klares Becken hinab.

Weißer Nebel schwebte durch die Luft.

Sonnenlicht drang durch die Blätter über ihnen und erzeugte winzige Regenbögen im Sprühnebel.

Bodhi blieb stehen.

„Wow …“, flüsterte er.

Kiko starrte mit weit geöffneten Augen auf den Wasserfall.

„Das muss der geheime Wasserfall sein.“

Das Wasser klang gleichzeitig kraftvoll und friedlich.

Der ganze Ort fühlte sich ruhig an.

Fast magisch.



Bodhi ging langsam näher ans Wasser.

Der kühle Nebel berührte sein Fell.

Gerade da hörte er eine sanfte Stimme.

„Hallo, Bodhi.“

Bodhi blickte überrascht auf.

Dort, in einem großen Baum neben dem Wasserfall, hing ein Faultier, das ruhig auf einem Ast ruhte.

Sie lächelte freundlich.

„Shanti!“, sagte Bodhi fröhlich.

Kiko blickte überrascht.

„Du kennst sie?“

Bodhi nickte.

„Das ist Shanti.“

„Sie weiß viel über den Dschungel.“

Shanti winkte langsam mit einer ihrer Pfoten.

„Willkommen am geheimen Wasserfall“, sagte sie sanft.



Bodhi setzte sich auf einen glatten Stein in der Nähe des Wassers.

„Kiko und ich hatten eine ziemliche Reise“, sagte er.

„Ich habe mich im Bambuswald verirrt.“

„Und dann begann etwas sehr Seltsames zu geschehen.“

Bodhi blickte zum Wasserfall.

„Der Dschungel begann, die Farben zu wechseln.“

Shanti lächelte sanft.

„Oh?“

Bodhi nickte aufgeregt.

„Zuerst wurde alles rot.“

„Dann orange am Fluss.“

„Danach gelb auf dem Hügel.“

„Grün, als ich Kiko half.“

„Blau im Echotal.“

„Und lila in der Höhle.“

Kiko sah Shanti an.

„Und wir haben keine Ahnung, warum.“

Shanti blickte ruhig auf das fließende Wasser.

Dann begann sie zu sprechen.



„Der Dschungel hat sich nicht verändert“, sagte Shanti.

„Du hast dich verändert.“

Bodhi sah sie überrascht an.

„Ich?“

Shanti nickte langsam.

„Der Dschungel ist wie ein Spiegel.“

„Er spiegelt wider, was in deinem Herzen geschieht.“

Bodhi dachte still nach.

Shanti fuhr fort.

„Als du verloren warst, hast du Stärke gefunden.“

„Das war Rot.“

„Als du am Fluss spieltest, entdecktest du Freude.“

„Das war Orange.“

„Als du den Hügel hinaufklettertest, fandest du Mut.“

„Das war Gelb.“

„Als du Kiko halfst, zeigtest du Freundlichkeit.“

„Das war Grün.“

„Als du deine Stimme im Tal einsetztest, drücktest du dich aus.“

„Das war Blau.“

„Und in der Höhle begannst du zu sehen und zu verstehen.“

„Das war Lila.“

Bodhi blickte auf den weißen Nebel des Wasserfalls.

Alles begann langsam, einen Sinn zu ergeben.



Shanti sah Bodhi an und lächelte.

„Aber es gibt noch eine letzte Farbe.“

„Die letzte Farbe.“

„Die Farbe des Friedens.“

Bodhi blickte neugierig auf.

„Welche Farbe ist das?“

Shanti zeigte sanft auf den weißen Nebel des Wasserfalls.

„Weiß.“

„Die Farbe der Ruhe.“

„Der Moment, in dem alle Farben zusammenkommen.“

Bodhi blickte auf den Nebel, der durch das Tal wirbelte.

„Wie mache ich das?“, fragte er.

Shanti lächelte friedlich.

„Versuch es einfach.“

Bodhi schloss die Augen.

Er atmete langsam ein.

Ein …

und aus

Er dachte über seine ganze Reise nach.

Den Bambuswald.

Den Fluss.

Den Hügel.

Kiko.

Das Echotal.

Die Höhle.

Und dann geschah etwas Wunderbares.

Der Nebel um den Wasserfall begann zu leuchten.

Sanftes weißes Licht breitete sich über das Tal aus.

Die Bäume.

Das Wasser.

Die Felsen.

Alles schimmerte in sanftem weißem Licht.

Kiko blickte sich erstaunt um.

„Der Dschungel hat sich wieder verändert!“

Shanti lächelte ruhig.

„Das ist innerer Frieden.“



Bodhi öffnete langsam die Augen.

Der Wasserfall floss weiter.

Der Dschungel fühlte sich friedlich an.

Warm.

Ausgeglichen.

Bodhi lächelte.

Seine Reise durch den Zenmist-Dschungel hatte ihm etwas Wichtiges gelehrt.

Alle Farben des Dschungels

waren immer in ihm gewesen.


🤍 Was Weiß bedeutet

Im Zenmist-Dschungel steht Weiß für inneren Frieden.

Es ist der Moment, in dem alle Farben in Harmonie zusammenkommen.

Wenn wir einen ruhigen Atemzug nehmen und uns erlauben, Ruhe zu empfinden.

Genau wie Bodhi neben dem geheimen Wasserfall.


🐼 Versuche dies

Schließe für einen Moment die Augen.

Atme langsam ein.

Ein …

und aus

Stell dir ein sanftes weißes Licht vor, das dich umgibt.

Das ist dein Moment der Ruhe.

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